Tokyo Disney Resort & Kawasaki #2017teil2

Schon etwa 30 Minuten sind wir mit dem Bus unterwegs und da ist es, das erste Tokyo Disney Resort Schild. Ich Idiot, habe es natürlich nicht geschafft es zu fotografieren. Aber dafür das Parkplatzschild, naja fast.

Am Park angekommen, müssen wir mit dem Resort eigenen Bus weiter zu unserem Hotel fahren. Dort geben wir nur schnell unsere Koffer ab und schon geht es los zu den Parks.

Das Tokyo Disney Resort umfasst 2 Parks, 4 Hotels und einige Shopping Möglichkeiten. Geplant haben wir 5 Tage für beide Parks, doch leider gibt es höchstens 4-Tages Tickets. Auch kein Ding, kaufen wir uns am letzten Tag noch ein einzelnes Ticket. Schade finde ich allerdings, dass es keinen PhotoPass gibt, irgendwie gehört das doch zu Disney dazu.

Den heutigen Tag verbringen wir im DisneySea, manche behaupten, dass sei der schönste Disney Park von allen. Hinter dem Eingang, auf dem DisneySea Plaza, erwartet uns als erstes ein riesiger Brunnen mit einem Globus.

Daneben steht eine wunderschöne Statue von Walt und Mickey, es schaut einfach so herrlich aus und wir kommen direkt in Disney Stimmung.

Aktuell herrscht noch die Disney Easter Saison, meiner Meinung nach etwas spät, aber andere Länder andere Sitten. Gerade findet eine Wassershow statt, weshalb der Themenbereich Mediterranean Harbor komplett voll ist, wir schlängeln uns durch zum Bereich American Waterfront und starten erst einmal mit einem Snack. Selbstverständlich Shaped Food, für den Herren gibt es ein Minnie Eis und für mich Alien Dumplings. Sieht das nicht lecker aus?

Die erste Attraktion, die uns auffällt ist Toy Story Mania, diese ist allerdings wegen Wartungsarbeiten geschlossen. Schade, das wäre mal was wirklich Neues für uns.

Wir holen uns FastPässe für den Tower of Terror und machen dann erst mal den Turtle Talk auf japanisch mit. Klar, wir verstehen null, dennoch finde ich es super umgesetzt. Die Leute haben Spaß, lachen und machen mit. Wir schlendern weiter und sind echt überwältigt, wie süß und liebevoll dieser Park gestaltet ist. An einigen Ecken finden man PhotoPoints für Duffy und seine Freunde. Diese Stofftiere sind in Japan fast noch beliebter als Mickey selbst.

Nun erkundigen wir den Bereich, Port Discovery. Und hier fahren wir nun zum ersten Mal mit einer Attraktion, Aquatopia. Anders als der Name vermuten lässt, kann man hier nicht selbst lenken, das tut dem Spaß aber keinen Abbruch. Ich hoffe ihr seid alle seetauglich, den man wird ordentlich umher gewirbelt.

Weiter geht es mit dem Nemo & Friends SeaRider, diese Attraktion wurde genau vor einem Monat, am 12.05.2017 eröffnet. Mit Dori und Nemo erkundigt man die Tiefen des Meeres und erlebt dabei so einige rasante Abenteuer. Meiner Meinung nach, ist diese Attraktion sehr gelungen, ist aber leider nicht für jeden Magen verträglich. So viele ausgefallene Snacks wie hier, habe ich noch nie gesehen. Ich dachte in Hong Kong gibt es eine gute Auswahl, aber das hier sprengt alles. Churros in allen Formen und Farben, Popcorn in jeder erdenklichen Geschmacksrichtung, Nemo Slusheis, haufenweise Disney Shaped Food und und und. Man weiss gar nicht, was man zuerst probieren soll. Nun müssen wir schnell zur Mermaid Lagoon, denn ab morgen sind einige Teile wegen Renovierung geschlossen. Dieser Themenbereich besteht aus zwei Teilen, einem Außenbereich und dem Indoor Teil Triton‘s Kingdoms. Wir fangen außen an und fahren eine Runde mit Flounder‘s flying Fish Coaster, machen etliche Bilder und sind einfach nur in die Details verliebt. Man hat hier noch die Möglichkeit Ariel zutreffen, aber die Wartezeit ist so lange, dass unser Verstand sehr laut Nein ruft. Nun zieht es uns in den inneren Teil, wow wow wow, welch grandiose Thematisierung. Der Eingang des Shops ist ein Walmaul, ich bin so begeistert.

Die Attraktionen sind meiner Meinung nach eher für Kinder aber das stört mich überhaupt nicht, die Atmosphäre reicht mir völlig aus. Als großes Finale dieses Bereiches, schauen wir uns noch die Musical Show im Mermaid Lagoon Theater an. Ich bin so überwältigt, ist das schön.

Unsere nächste Station führt in Tausendundeine Nacht, die Arabian Coast. Wie der Name schon vermuten lässt, hat hier ein Film das Sagen, Aladdin! Der Eingang zu diesem Bereich ist sehr prunkvoll, dahinter befindet sich ein großer Platz mit einem schönen Brunnen und direkter Sicht auf das Caravan Carousel.

Dieses Doppelstöckige Karussell erinnert mich ein wenig an das aus dem Efteling Park. Rechts sind Häuser aus Steinen, überall ist mal ein Brunnen platziert.

Auf der linken Seite schaut es eher edel aus und überall sind kleine Marktstände. Sogar Abu ist da und erfreut die Gäste mit einem Fotoshooting, ohne anstehen!

Ein weiterer Höhepunkt dieses Bereiches, ist selbstverständlich die 3D Show, die im Magic Lamp Theater läuft. Wir laufen weiter Richtung Jasmine‘s flying Carpets, links sieht man ein altes Boot.

Wenn die Japaner eines können, dann ist Thematisierung! Wir kommen zur letzten Fahrt hier, Simbad‘s Storybook Voyager. Wir nennen solche Attraktionen liebevoll „sitzen und gucken“, Simbad nimmt uns mit auf eine abenteuerliche Reise.

Der Tower ruft, besser gesagt ist bald unser FastPass gültig. Ich bin schon sehr gespannt, ich bin ja eigentlich ein Fan von der originalen Story. Auf dem Weg dort hin, begegnet uns noch Mister Incredible und Panchito von den drei Caballeros.

Von außen verliert dieser Tower Haus hoch, beim besten Willen kann ich mich mit dieser Aufmachung nicht anfreunden. Im Wartebereich bin ich fleißig am fotografieren, als mich ein Cast Member anspricht und mir mitteilt, dass das Fotografieren verboten sei. Fotoverbot in einem Disneypark und das in Japan? Ich kann das kaum glauben, aber gut. Die Story ist tatsächlich gelungen und gefällt mir sehr gut. Harrison Hightower der Hotelbesitzer, sammelt auf seinen zahlreichen Expeditionen wertvolle und außergewöhnliche Artefakte. Eines seiner Sammlerstücke, der Shiriki Utundu, hat wohl magische Kräfte. Aber ich möchte euch nicht alles erzählen, der ein oder andere von euch, wird sicherlich auch noch in den Genuss kommen.img_8047

An was jetzt kein Weg vorbei führt? Wir müssen shoppen und zwar was ganz besonderes. Wir brauchen einen „1st visit“ Button, die bekommt man hier wohl nicht gratis, wie in anderen Disneyparks.

Wir schlendern durch das erste Geschäft und ich merke, ich gehe pleite. 50 verschiedene Minnie Maus Ohren, Küchenutensilien, Schmuck, einfach alles. Ich bin eindeutig im Paradies, schade dass es hier nicht möglich ist, ohne Mehrwertsteuer zu shoppen. Langsam fängt es an dunkel zu werden und wir machen uns auf zu Mysterious Island, wieder kann ich nur staunen. Dieser Vulkan, es dampft und qualmt überall, das Thema Mysteriös ist perfekt umgesetzt und ich kann behaupten, dieser Bereich gefällt mir mit Abstand am besten.

Wir fahren nun Journey to the Center of Earth. Die Schlange ist ewig lang, aber was soll’s. Während dem Warten lernen wir zwei nette Jungs kennen, so geht die Zeit auch schneller um. Wir begeben uns in die Base eines altbekannten, Captain Nemo! Mit einem Aufzug fahren wie einige Meter tief unter die Erde, dort angekommen steigen wir in unsere Fahrzeuge. Sitzen und gucken, ihr kennt das ja schon. Erst ist alles sehr bunt und farbenfroh, unter der Erde leben schon seltsame Kreaturen. Um so tiefer wir kommen, um so dunkler wird es und wir kommen an Lava vorbei. Plötzlich steht neben uns ein erbostes Monster, schnell weg! Und schnell ist in diesem Fall wirklich schnell! Großartig, ich liebe solche unerwarteten Wendungen. Die zweite Attraktion in diesem Bereich, 20,000 Leagues Under the Sea, hat leider schon geschlossen. Wir bummeln durch den Park, genießen die Atmosphäre bei Dämmerung und sind einfach glücklich. Die Dunkelheit passt perfekt zum Lost River Delta Bereich.

Dort möchten wir als erstes Raging Spirits fahren, während wir anstehen können wir das Feuerwerk hören, welches von beiden Parks aus zusehen ist. Schade, aber wir haben ja noch 3 Tage Zeit es zusehen. Der Wartebereich dieser Attraktion ist, wie alles im Park, ein dekoratives Meisterwerk. Man merkt die Liebe zum Detail und verspürt die Perfektion. Die Achterbahn erinnert mich stark an die Indianer Jones Achterbahn aus dem Disneyland Paris, außer dass man sich hier nicht so heftig den Kopf anschlägt. Apropos Indianer Jones, wir fahren jetzt mit Indianer Jones Adventure: Tempel of the Crystal Skull. Über die Thematisierung des Wartebereichs muss ich ja nichts sagen und um ehrlich zu sein, noch denke ich, dass wir gleich eine Achterbahn fahren, wie es Indianer Jones auch in Paris ist. Dass zwei solcher Attraktionen in einem Themenbereich Schwachsinn sind, hab ich gar nicht auf dem Schirm. Als die Türen zum Einstiegsbereich öffnen bin ich baff, das sind keine Achterbahnwägen, sondern eine Art Jeeps. Wir steigen ein und dürfen sogar in die erste Reihe. Die Fahrt geht los und das ist keine Achterbahn, das ist eine Offroad Strecke! Wie geil ist das bitte? Ich glaube, ich habe eine neue Lieblingsattraktion. Disneyland Paris, könntet ihr so freundlich sein und anfangen zu bauen? Der Park hat nicht mehr ganz 45 Minuten auf, wir sind hungrig und müde. Deswegen möchten wir nur noch was essen und dann Richtung Hotel aufziehen. Sehr praktisch, alle Restaurants haben einen Schaukasten mit allen erhältlichen Speisen, natürlich aus Kunststoff nach gebaut. Nicht ganz so toll, es hat schon fast alles zu, aber wir finden doch noch etwas essbares.

Nun müssen wir noch im Hotel einchecken und die Restaurants reservieren, welche wir gerne testen würden. Aber zuerst muss ich euch sagen, ich liebe dieses kitschige Hotel. Wir sind im Tokyo Disney Celebration Hotel. Das Hotel hat zwei Bereiche, einmal Discover, welcher an Attraktionen wie Pirates of the Caribbean und Tower of Terror anlegt, aber auf eine niedliche Art. Und dann den Wish Teil, hier ist Dumbo und It’s a small World vertreten. Nun ratet mal, welchen Bereich wir gewählt haben. Richtig, wir sind im Wish. Alleine die Lobby ist schon ein richtiger Hingucker, ich bin total verliebt.

Das Einchecken geht ganz schnell, nur beim reservieren der Restaurants gibt es ein paar Probleme. Egal welche Uhrzeiten wir uns für das Frühstück ausgewählt haben, es ist ausgebucht. Wir müssen je eine halbe Stunde früher und eine halbe Stunde später hin. Das Charakter Breakfast im Ambassador Hotel dürfen wir leider nicht buchen, da dies angeblich nur für deren Hotelgäste sei und das Charakter Dinner im Horizon Bay sei wohl restlos ausgebucht, wir sollen aber noch einmal beim Restaurant selbst nachfragen. Jetzt bin ich schlecht gelaunt, ein Aufenthalt ohne Charakter Essen ist kein richtiger Aufenthalt. Unser schönes Zimmer heitert mich etwas auf und ich bin auch so müde, dass keine Zeit bleibt zu schmollen.

Guten Morgen Japan! Heute geht es für uns ins Tokyo Disneyland, aber davor gehen wir noch angemessen frühstücken. Und wo würde das besser gehen, als im Tokyo Disneyland Hotel. Wir fahren mit dem Bus an den Park, nur wenige Meter von der Bushaltestelle entfernt befindet sich auch der Hoteleingang. Von außen sieht es sehr pompös aus, leider nicht so schön rosa wie in Paris, sondern beige und blau.

Im inneren befinden sich Mosaik Bilder an den Wänden, der Boden wirkt sehr edel.

Mitten in der Lobby steht ein Brunnen und überall sind Ausschnitte aus den Disneyfilmen zu sehen. Am besten gefällt mir allerdings dieses alte Puppenhaus.

Das Restaurant, in welchem wir unser Frühstück genießen heißt Sherwood Garden Restaurant. Das Restaurant ist sehr hochwertig gestaltet und hat unzählige Räume mit je geschätzt über 100 Personen Kapazität. Bis auf einen Raum, in dem 2 Tische belegt sind, sind alle anderen geschlossen. Gestern hieß es noch, wir müssen eine halbe Stunde früher kommen, den das Restaurant sei fast restlos ausgebucht. Mal abwarten ob es sich noch füllt. Das Büfett lässt keine Wünsche offen, kann aber nicht mit den Frühstücksbüffets in Hong Kong mithalten. Es gibt Salate, Eier, Speck und Backwaren in allen Variationen, sowie eine große Auswahl an kalten und warmen Getränken.

Wie zu erwarten, nach uns sind noch genau 2 Tische belegt worden, ich fühle mich etwas verarscht. Wir lassen uns die Laune nicht nehmen und gehen jetzt erstmal in den Park. Hab ich euch eigentlich schon erzählt, welch grandiosen Vorteil Disney Hotelbesucher bekommen? Haltet euch fest, ganze 15 Minuten früheren Eintritt. Da lachen wir im Disneyland Paris nur drüber. Wir sind drin! Wir schlendern erst durch den World Bazar, also die überdachte, japanische Version der Main Street. Auch hier befinden sich hauptsächlich Shoppingmöglichkeiten und Restaurants, aber auch einige Spielautomaten wie man sie von früher kennt. Und dann sehen wir endlich das Schloss, farblich passt es bestens zum Tokyo Disneyland Hotel.

Vor dem Schlossplatz sitzen jetzt schon Menschen, um ja keine Parade und keine Show zu verpassen und dabei den besten Platz zuhaben. Die Leute sitzen hier den ganzen Tag, irgendwie zerstört das ein wenig die Atmosphäre. Aber wie sage ich so oft, andere Länder andere Sitten.

Heute ist leider kein schöner Tag und es fängt immer mal an zu regnen. Das Cinderella Schloss, hat wie in Paris ein schönes Innenleben. Ein Geschäft mit vielen tollen Glas Artikel, man kann sogar mit einem Aufzug hochfahren zur Cinderella’s Fairy Tale Hale und sich Cinderella’s Story anschauen, früher gab es sogar eine Attraktion im Keller.

An den Wänden befinden sich wieder schöne Mosaik Bilder und ich muss gestehen, von innen ist dieses Schloss wohl das schönste.

It’s time for Fantasyland! Es ist ziemlich unspektakulär, klar sieht das Restaurant Queen of Hearts Banquet Hall einzigartig aus, aber es fehlt im allgemeinen etwas. Die Gebäude passen nicht so gut zusammen, es wirkt eher lieblos. Das Castle Carrousel, Dumbo the flying Elephant und Alice’s Tea Party hat einer einfach in die Mitte gestellt. Die Eingänge von Peter Pan’s Flight und Snow White’s Adventure hat mal wohl einfach mit etwas buntem Pappmaschee verschönert. Irgendeiner hat sich dann wohl gedacht wir bauen jetzt mal was gut aussehendes in den Bereich, passt zwar vom Konzept nicht ins Fantasyland, aber was soll’s, so entstand dann die Haunted Mansion in Tokyo. War vermutlich nicht so, aber so stelle ich mir das vor. Und weil es einfach am besten aussieht, fahren wir das als erstes. Schaurig und gruselig! Die Version in Paris ist echter Kindergarten dagegen. Auch Peter Pan, Pinocchio’s Daring Journey und Schneewittchen sind von der Fahrt her super gelungen, versteht mich nicht falsch, es geht mir rein um das optische Durcheinander. Was auch hier wieder großartig ist, die Show Mickey’s PhilharMagic. Schon in Hong Kong waren wir dermaßen begeistert und auch jetzt beim zweiten mal zuschauen, hatten wir jede Menge Spaß.

Leider hat it’s a Small World wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, das wusste ich natürlich schon vorher aber hier zustehen und es nicht fahren zu können ist noch einmal etwas anders. Dafür fahren wir jetzt aber Pooh’s Hunny Hunt, der Wartebereich und die Fahrt selbst sind so wundervoll gestaltet. Aber mit dem Laden am Ausgang, dem Pooh Corner, kann beides nicht mithalten.

Und das erste Mal verfalle ich hier in einen richtigen Kaufrausch. Taschen, Küchenhelfer und unzählige Plüsch Tiere, wer kann da schon widerstehen? Was man hier unbedingt tun sollte, Popcorn naschen. Am besten sucht man sich einen tollen Bucket aus und lässt den immer wieder befüllen. Süß oder salzig, das ist hier out, man hat die Wahl zwischen weißer Schokolade, BBQ, Honig und vielem mehr. Im Gritter Country befindet sich die wohl schrecklichste Attraktion überhaupt, die Beaver Brothers Explorer Canoes! Ich bin froh, dass die Pariser Version schon vor meinem ersten Besuch geschlossen wurde. Man sitzt gemütlich in einem Kanu und jeder bekommt ein Paddel, so weit ist ja noch alles gut. Die ersten 10 Schläge funktionieren auch noch einwandfrei und alle sind synchron. Mitten auf dem See haben manche keine Lust mehr, ein paar schaffen es nicht mehr das Paddel richtig zu nutzen und spritzen die hinteren Reihen nass und im Takt ist sowieso keiner mehr. Ich habe solche Angst und sehe uns, wie wir eine runde schwimmen dürfen. Das Kanu wackelt so vor sich hin, aber irgendwie kommen wir sicher wieder an Land. Der Regen wir immer stärker, drum lohnt es sich jetzt Splash Mountain zufahren! Ich bin schon total gespannt, bis jetzt habe ich immer so viel Gutes gehört. Ich gebe es zu, ich hasse Wasserbahnen, ich fahre zwar immer mit, aber vom Gefühl ist es für mich schlimmer als jede Achterbahn. Und ja, diesmal war es auch schlimm aber trotzdem wunderschön, ich liebe die Gestaltung der Geschichte und den komplett Flair.

Komplett durchnässt stillen wir erst mal unseren Hunger mit Churros, Churros in Mickey Maus Form. Ich liebe es, lecker und optisch super thematisiert.

Im Westernland geht es dann erst einmal gemütlich weiter, wir fahren eine entspannte Runde mit Mark Twain Riverboat. Der Rest dieses Themenbereiches ist bei Regen eher nicht so schön, weswegen wir nun die Jungle Cruise: Wildlife Expeditions im Adventureland mit machen. Die Boote sind überdacht und die Fahrt immer lustig. Klar ist das englisch der Japaner schwer zu verstehen, aber das war in Hong Kong kein bisschen besser.

Langsam werden wir müden, wir lassen es uns aber nicht nehmen, noch eine Runde mit den Pirates of the Caribbean zu drehen. Und wieder eine Attraktion, die wirklich immer wirkt und beeindruckt. Trotzdem bleiben die Pariser Piraten meine Favoriten. Soeben wurde bekanntgegeben, dass das Feuerwerk nicht stattfinden kann, Grund dafür ist das Wetter. Schade, aber dann können wir heute etwas früher ins Bett. Zum Abschluss des Tages gibt es noch ein Hot Dog bei Refreshment Corner. Irgendwie sind diese leckeren Würste doch DAS Disneypark FastFood. Gute Nacht…

Heute starten wir den Tag wieder mit dem erkunden eines Hotels, genauer gesagt dem Tokyo DisneySea Hotel Miracosta. Wie der Name schon erahnen lässt, ist dieses Hotel direkt im Tokyo DisneySea gelegen. Das Hotel wurde im Stil von Venedig und Portofino gebaut, außen ist es von Steinwänden ummantelt und im inneren herrschen braune und rötliche Farben.

Als Dekoelemente dienen Miniaturschiffe und Wassertier Skulpturen und Brunnen. Von einer kleinen Terrasse aus hat man einen tollen Blick über den Mediterranean Harbour und schon jetzt ist der komplette Vorplatz voll mit Menschen, welche den ganzen Tag da sitzen um bloß keine Show zu verpassen.

Jetzt knurrt aber der Magen, ab ins Hotelrestaurant Oceano. Heute sollten wir ja 30 Minuten später als geplant ins Restaurant kommen, angeblich wäre auch dieses Restaurant ausgebucht. Aber wir müssen wieder feststellen, dass nicht einmal die Hälfte ausgelastet ist. Nicht aufregen! Das Restaurant ist sehr modern gestaltet, die Wände am Büffet sind auf der einen Seite mit blauen Mosaiksteinen und auf der anderen Seite mit einer Art edlen Postertapete verziert. Manche Sitzlehnen sind wie Muscheln aufgebaut und über den Tischen hängen durchsichtige aber schimmernde Kugeln, sodass man ein tolles Unterwasser Gefühl erhält. Das Angebot der Speisen unterscheidet sich kaum zu dem gestrigen, bis auf eine Sache, frische Pancakes. Jetzt wird es aber Zeit für den Park, selbstverständlich geht es heute in den Tokyo DisneySea. Als allererstes versuchen wir aber unser Glück im Horizon Bay Restaurant, drückt uns die Daumen, dass wir noch einen Platz bekommen. Am Eingang stehen zwei Damen, welche uns auch schnell klar machen, dass hier ist nichts mehr zu machen ist. Noch in Hörweite jammere ich etwas, darauf hin kommt eine der Damen auf uns zu und fragt uns, ob wir deutsch seien. Als wir dies bestätigen, freut sie sich so sehr und sagt uns, dass sie für ihre deutschen Freunde selbstverständlich noch einen Platz frei macht und wir um 16:30 Uhr da sein sollen. Because I’m happy! Was soll den heute noch schief gehen? Gemütlich schippern wir eine Runde mit der DisneySea Transit Steamer Line, von dieser Seite aus sieht man den Park mit ganz anderen Augen.

Als nächstes schauen wir uns ein wenig die Fortress Explorations an, the Leonardo Challenge ein Spiel welches man hier machen kann fällt für uns leider flach, weil es leider keine englische Version gibt.

Und dann treffen wir auch noch Meister Geppetto, in Japan kann man echt viele Charaktere treffen.

Bald fängt die Fashionable Easter Parade an, wir suchen uns einen guten Platz und warten bis es endlich los geht. Die Parade ist zum Teil auf dem Wasser und auf dem Land. Die Teile die auf dem Wasser stattfinden kann man super sehen, alles andere ist nur von den ersten 2 Reihen aus wirklich genießbar. Dennoch ist es eine sehr farbenfrohe und tolle Show, mit guten Tanzeinlagen. Und da es für mich die erste Parade auf dem Wasser ist, ist es eh etwas ganz besonderes.

Nach der Show verfalle ich nur mal kurz in den Kaufrausch, ich sag’s euch, ich übertreibe es hier maßlos. Aber es geht einfach nicht anders, geschätzt habe ich etwa 25 verschieden Ohren eingetütet. Der wohl romantischste Ort im Park, ist die Umgebung um den Eingang der Venetian Gondolas. Als wäre man mitten in Venedig, traumhaft.

Und logischerweise fahren wir auch eine Runde mit den Gondeln, ein waschechter japanisch-venezianischer Gondoliere schippert uns über den See. Say Ciao! Es wäre keine richtige Gondelfahrt, wenn uns der Gondoliere nicht auch ein schönes Lied trällern würde. Hier ist die Thematisierung wieder auf den höchstem Niveau.

Die Zeit rennt und unser Charakter Dinner steht gleich an, oder ist das um 16:30 Uhr noch Lunch, oder sagt man Lunner? Egal, ich freue mich wie ein kleines Kind. Von hier aus lohnt es sich, die DisneySea Electric Railway zunehmen, die hält fast direkt neben dem Horizon Bay Restaurant. Wir kommen rein und müssen wie in einer Kantine unser komplettes Menü abholen.

Optisch ist es wirklich super angerichtet, aber man merkt, dass es kein frisches Essen ist und schon länger in der Kantinenauslage gewärmt wurde. Und das aller beste, in meiner vegetarischen Gemüsesuppe ist eine Fleischeinlage aus Speck drin. Für mich kein Untergang, aber für einen Vegetarier ein absolutes NoGo.

Am Tisch dürfen wir ganze 90 Minuten verbringen, ob wir bei diesem überfüllten Restaurant alle Charaktere schaffen werden? Es sind nämlich genau 4 Tische belegt, so viel zum Thema ausgebucht. Langsam frage ich mich echt, wen die verarschen wollen.

Eines kann ich sagen, wir machen gerade das schlechteste Charaktere Dinner mit, was es wohl überhaupt gibt. Ganze 3 Charaktere gibt es zusehen, Mickey, Minnie und Pluto, wobei Mickey und Minnie tolle Kostüme anhaben. Die Räumlichkeiten sind aber eher ungeeignet, hässliche gelbe Wände und durch die Glasfront zur Sonnenseite sind die meisten Bilder überbelichtet. Schön ist anders und da bin ich auch deutlich besseres gewohnt.

Show must go on, aufregen lohnt nicht. Uns fehlt nur noch eine Attraktion, 20.000 Leagues under the Sea. In einem richtig kleinen U Boot, so klein, dass man ganz schief sitzen muss um aus dem Bullauge zuschauen, erkundigt man die Unterwassertiefen. Es ist wirklich aufregend, ein wenig gruselig aber vor allem total spannend. Man glaubt gar nicht, was alles unter Wasser heimisch ist. Wir haben noch viel Zeit, bis der Park schließt, deswegen gehen wir noch mal ausgiebig shoppen und bezwingen noch mal unsere Highlight Attraktionen. Selbstverständlich zählt auch Indianer Jones dazu und dann passiert es. Ein junges Mädels setzt sich neben mich und ist so aufgeregt und hastig. Noch bevor ich komplett auf meinem Platz bin, schnallt sie sich an und klemmt meinen Rock im Gurt ein. Das Ergebnis sind mehrere Löcher im Tüll, keine Entschuldigung nichts! Mein schönes Kleid, es feierte heute seine Premiere und nun ist es hinüber. Danke! Um runter zukommen hilft nur noch ein leckeres Eis und ich muss sagen, es hilft.

Ratet mal was heute, trotz Windstille und trockenem Wetter, abgesagt wurde. Genau, das Feuerwerk. Zum Glück findet aber Fantasmic, die Nighttime Show, statt. Bekannterweise ist das Wasser mein Element, paart man das ganze mit einer funkelnden und leuchtende Disneyshow, so erhält man Perfektion und anders kann ich es auch nicht beschreiben. Und ja, so eine bis einhundertfünfzig Tränen habe ich vergossen, warum werde ich bei solchen Shows immer so sentimental?

Zurück am Hotel, stelle ich fest, dass ich mit dem Shopping wohl leicht übertrieben habe und glaubt nicht das sei alles, morgen geht es noch weiter. Also ab ins Bett, um die Kräfte zu sammeln.

Heute testen wir mal das Frühstück in unserem Hotel, das Restaurant heißt Wish Café und wie der Name schon verrät, liegt es im Wish Gebäude. Vor dem Eingang steht ein Automat, an dem man sein Frühstücksticket lösen kann. Mit ca 11€ ist der Preis echt super und wir sind schon gespannt, was es alles gibt. Optisch gefällt mir es hier sehr gut, alles ist pink und lila, einfach perfekt kitschig. Wieder sind nur 4 Tische belegt, frühstücken Japaner nicht oder warum sind die Restaurants immer so leer. Das Büfett ist selbstverständlich nicht so pompös und üppig, wie das die Tage zuvor, aber für den Preis einfach fantastisch. Es gibt Würste, Eier, Speck, Frikadellen, Gemüse und Nudeln mit Sauce und eine große Auswahl an verschiedene Backwaren. Kalte Getränke gibt es zum selbst Zapfen, warme bekommt man am Automaten und es gibt sogar einen Suppenautomaten mit 3 verschiedenen Sorten. Die Qualität und auch die Quantität sind einfach super, bei dem Preis hätte ich echt weniger erwartet.

Im Disneyland werden wir erst mal von einer Menge Charakter begrüßt, Max, Prinz John, Chip & Chap und sogar der ehrenwerte John.

Bevor wir uns wo anstellen, holen wir uns FastPässe für Monsters, Inc. Ride & Go Seek! Wir haben sogar einen Gutschein für die Westernland Shootin Gallery gewonnen, welchen wir später einlösen können.

Am meisten freue ich mich heute auf den Toontown Bereich, was wird uns erwarten? Minnie’s Haus, das Boot von Donald, der Toon Park und das Baumhaus von Chip & Chap sind so klasse gestaltet. Man kann Mickey treffen, in Goofy’s Haus Unfug treiben und eine Runde mit dem Gadget’s Go Coaster drehen. Die Thematisierung ist perfekt gelungen und ich liebe es, in diese Cartoonwelt einzutauchen. Aber am besten gefällt mir Rodger Rabbit’s Car Toon Spin, schon der Wartebereich lässt auf eine perfekte und detailreiche Gestaltung der Attraktion hoffen und genau so ist.

Heute habe wir echt super Wetter erwischt, das Schloss glänzt in der Sonne und wir bekommen tolle Foto hin.

Überall ist es heute ziemlich voll, aber wo wir hinkommen haben wir echt Glück mit den Wartezeiten. Für Big Thunder Mountain bekommen wir einen FastPass, welchen wir in 20 Minuten einlösen können. Die Zeit bis dahin vertreiben wir uns in der Shootin Gallery, hier lösen wir unseren Gutschein ein und versuchen unser Glück beim Schießen. Und selbstverständlich bleibt es nicht bei einem durch Gang, wir machen solange weiter, bis wir beide die volle Punktzahl erreichen und je einen Pin bekommen. We made it!

Die Wartezeit bei Tom Sawyer Island Raft ist gar nicht existent und so erkundigen wir, bei der herrlichen Mittagssonne, die Insel. Ein traumhaft schöner Ort und einfach toll zum entspannen.

Zurück am Ufer müssen wir uns etwas beeilen, den die nächste Vorstellung im Enchanted Tiki Room beginnt in wenigen Minuten. Das ist auch eine der Attraktion, auf die ich mich tierisch gefreut habe. Da die Show teilweise auf japanisch ist, bekommen wir kleine Übersetzer, das finde ich wirklich eine super Idee und wäre doch auch eine Lösung für einige Shows in Paris. Hier im Park läuft eine Version mit Stitch, The Enchanted Tiki Room: Stitch Presents: „Aloha E Komo Mai!“. Stitch und die Papageienbande zeigen, was sie musikalisch so drauf haben.

Am Ausgang sind die Affen los, oder so ähnlich. Auf jeden Fall ist das Adventureland voll mit affigen Charakteren, wie King Louie.

Aloha E… mit dem Ohrwurm im Kopf, gehen wir nun auf eine Zugreise. Die Western River Railroad fährt nicht um den ganzen Park, wie wir es aus den anderen Disneyparks kennen, die Strecke ist wesentlich kürzer. Ich habe mal gehört, dass es an der Gesetzeslage in Japan liegt und ab einer bestimmten Streckenlänge müsste eine Zugfahrt Geld kosten. Ob das stimmt, ich weiß es nicht. Die Fahrt macht trotzdem Spaß und es gehört zu einem Disneyland Besuch dazu. Man bekommt eine schöne Aussicht zusehen und trifft sogar Dinosaurier.

Es fehlt uns nun noch ein Themenbereich, das Tomorrowland. Unsere Mägen Knurren, deswegen gibt es erst mal ein leckeres Mittagessen. Burger, Nuggets und leckere Nachspeisen, das alles natürlich im Mickey Style.

Vor dem Restaurant schieben zwei CastMember eine Mülltonne, die bleiben stehen und auf einmal geht Musik an. Die Zwei legen plötzlich eine Breakdance Performance hin, wie cool ist das bitte?

Space Mountain wird leider gewartet und ist deshalb geschlossen, schon wieder eine Attraktion, die ich gerne mal in jedem Resort gefahren wäre. Unsere FastPässe wollen eingelöst werden und ich bin schon sehr gespannt, was man bei Monsters, Inc. Ride & Go Seek! erleben kann. Mit einer Taschenlampe bewaffnet, fährt man durch Monstropolis und geht auf Monster jagt. Ich bin verliebt in diesen Ride, einfach erste Klasse. Weil bei Stitch Encounter, echt wenig los ist, geht’s nun da rein. Die Show ist zwar nur auf japanisch, aber trotzdem total süß. Hier können die Gäste mit Stitch quatschen und er reagiert individuell. Auf englisch wäre so eine Show natürlich mega. Und schon wieder beginnt unerwartet eine Tanzshow, dieses mal sind es “Roboter” die ihre Moves zum Besten geben. Warum gibt es solche spontanen Shows nicht in Paris?

Nachdem wir Star Tours: The Adventures Continue und Buzz Lightyear’s Astro Blasters gemeistert haben, gehen wir in der Monster Inc. noch einmal auf Monster jagt. Es wird allmählich dunkler und wir genießen einfach die Atmosphäre und dann schon wieder, ohne Ankündigung taucht eine Band auf und sorgt für reichlich Unterhaltung. Ich bin echt begeistert, solche Dinge machen doch ein richtiges Disneyfeeling aus.

Selbstverständlich schauen wir uns nun die Nighttime Parade, Tokyo Disneyland Electrical Parade an. Ich bin sprachlos, solch eine schöne Parade. Beleuchtete Wägen ziehen an uns vorbei, Eliot das Schmunzelmonster, Nemo und die Grinsekatze haben ihre prunkvollen Paradewagen.

Ratet mal, was abgesagt wurde. Richtig, schon wieder das Feuerwerk. Warum? Ausrede ist mal wieder das Wetter, es ist windstill und regnet nicht! Glücklicherweise findet aber die Show, Once Upon A Time, am Schloss statt. Wir bekommen super Plätze im vorderen Bereich und können wirklich alles sehen. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, wie schön das gerade ist.

Wir haben tatsächlich alles geschafft! Deswegen entscheiden wir uns, morgen nicht mehr in die Parks, sondern shoppen zugehen.

Guten Morgen, den letzten Tag im Resort starten wir damit, das Celebration Hotel Discover zu erkunden. Auch hier ist das Thema perfekt umgesetzt. Im Discover Cafe gibt es noch ein leckeres Frühstück. Von der Auswahl ist es das Gleiche wie im Wish Café, also sehr empfehlenswert.

Um alle Hotel angeschaut zuhaben, geht es jetzt noch in das Ambassador Hotel. Der Hotel Shuttle ist schon ein echt Highlight, das wäre doch mal ein guter Hintergrund ein Dapper Day Foto!

Von außen ist das Hotel in blau, weiß und silber, innen sind die Farben eher edel in braun, beige und gold. In der Lobby fällt mir direkt das wundervolle Bild an der Decke auf.

Mit dem Shuttlebus geht es zurück Richtung Disneyland Park, von dort aus erreicht man in wenigen Gehminuten das Ikspiari, was man gut mit dem Pariser Disney Village vergleichen kann. Man läuft über eine lange Brücke, bis zu einem Bogen.

Der Bogen dient als Eingang zu einem der größten Disneystores Japan, dem Bon Voyage. In diesem Store findet man eine Auswahl der üblichen Store Artikel, aber auch Produkte aus den Parks.

Im Ikspiari angekommen, begrüßt uns der nächste Disneystore und die Versuchung ist so groß, dass wir erneut in einem Shoppingrausch verfallen.

Nicht nur Disneyfans kommen hier auf ihre Kosten, in diesem mehrstöckigen Komplex befinden sich mehr als 140 Shops und Restaurants. Bei Starbucks komme ich auf die grandiose Idee, einen Matcha Frappé zu testen. Ca 5€ landen auf direktem Wege im Müll, dieses Getränk schmeckt nach Fisch und wenn ich etwas hasse, dann ist es Fisch!

Aktuell sind einige Artikel im Sale und so machen wir uns mit einigen Tüten mehr, wieder auf den Weg Richtung Disneyland. Erst jetzt fallen mir die schönen Figuren auf, die überall auf dem Weg verteilt stehen.

Als krönenden Abschluss, drehen wir noch eine Runde mit der Disney Resort Line. Die Monorail bringt die Gäste an die wichtigsten Orte des Resorts, allerdings muss man für die Nutzung zahlen. Optisch sind die Wägen echte Highlights, entweder schauen sie von außen ganz klassisch weiß und blau aus oder es gibt auch welche, die nach einem anderem Disneyfilm gestaltet wurden. Wir haben zum Beispiel findet Nemo erwischt. Die Fenster und die Handgriffe sind natürlich Mickey Maus Köpfe.

Nun wird es Zeit Abschied zunehmen und ihr wisst, wie schwer ein Abschied von Disney ist.

Mit dem Taxi geht es weiter zu unserem letzten Hotel, in dem wir noch eine Nacht verbringen werden. Gewünscht hatten wir uns ein Hotel, welches zwischen dem Tokyo Disney Resort und dem Flughafen liegt und man denkt, ein Reisebüro sollte das hinbekommen. Pustekuchen, wir fahren am Flughafen vorbei, ca 20 Minuten bis wir irgendwann in Kawasaki sind. Diesen Weg müssen wir morgen wieder zurück, also fahren wir insgesamt 40 Minuten unnötig Taxi. Naja, kann man nun auch nicht mehr ändern. Das Viertel, in dem wir rumfahren wird immer unheimlicher und der Taxifahrer schließt sogar die Türen ab. Am Hotel angekommen, will er uns erst nicht raus lassen und vergewissert sich ein paar mal, ob das unser Hotel ist. Unsere Bestätigung reicht ihm nicht, er steigt aus und schließt uns im Taxi ein, geht in das Hotel und schaut, dass wir auch tatsächlich richtig sind. Erst dann lässt er uns aussteigen und bringt uns noch in das Hotel. Wir sind im Puffviertel, in einem Stundenhotel gelandet, selbst unserem Fahrer war das nicht geheuer. Beim Einchecken, dann die nächste Überraschung, obwohl wir in Deutschland schon gezahlt haben und auch eine Bestätigung haben, sollen wir erneut zahlen. Wir stehen hier, im schlimmsten Viertel überhaupt und der Hotelangestellte macht uns klar, Cash oder raus. Bevor wir hier auf der Straße landen, zahlen wir lieber und holen uns das Geld in Deutschland wieder. Auch das ist Pustekuchen, wir geben dem Angestellten das Geld und verlangen nach der Rechnung, doch er versteht angeblich nicht, was wir von ihm wollen. Wir wurden grade abgezockt! Ich weiß nicht was schlimmer ist, das oder das Zimmer. Das Zimmer ist groß und die Ausstattung auch wirklich gut, aber es ist schmutzig. Blut am Bett, Flecken an der Wand und auf dem Spiegel und überall Staub. Diese eine Nacht werden wir irgendwie überstehen, ohne Internet haben wir nun keine Möglichkeit eine andere Unterkunft zubekommen. Der Hunger treibt uns noch einmal raus, wir laufen ewig, bis wir in einem belebteren Viertel sind. Vor lauter Aufregung, habe ich zwar unsere Geldbeutel aber nicht das Geld mitgenommen. Das wäre auch halb so wild, aber selbst bei McDonald’s kann man hier nur in Bar zahlen. Wir haben so Hunger, unser Kleingeld reicht gerade so für einen Cheeseburger, den wir uns teilen müssen. Es dauert nochmal eine halbe Stunde, bis wir eine Bank gefunden haben, bei der man mit einer europäischen Kreditkarte Geld abheben kann, Mindestbetrag 100€! Für das Geld, sollten wir was ordentliches bekommen. Wir finden ein italienisches Restaurant, das Saizeriya, eine in Japan sehr bekannte Kette. Hier bekommt man für wirklich wenig Geld, gutes und leckeres Essen und die Getränke kann man kostenlos auffüllen. Wenigstens eine Sache die noch geklappt hat.

Irgendwie haben wir auch die Nacht überstanden, wir sitzen nun im Flugzeug und es geht ab nachhause.

Im Kopf gehe ich die Reise noch einmal durch, würde ich die Reise so noch einmal so planen? Ein ganz klares Nein! Ich würde mich nicht mehr so stark auf das Reisebüro verlassen. Wir haben zwei Hotels im Reisebüro gebucht und beide waren von der Lage nicht wie gewünscht, eines davon war sogar eine richtig schlimme Absteige. In Tokyo würde ich ein zentral gelegeneres Hotel bevorzugen und das dritte Hotel hätten wir uns sparen können, es wäre sicher günstiger gewesen, wenn wir noch eine Nacht im Disney Resort verbracht hätten. Beim buchen der Ausflüge würde ich dem Reisebüro auch mehr über die Finger schauen und nicht warten, bis alles gebucht ist. Die Unternehmungen und alles was wir uns angesehen haben, war Pflicht und genau richtig für uns. Allerdings würde ich im Nachhinein noch den Freizeitpark Fuji-G Highland und das Sanrio Puroland mit einplanen, was natürlich bedeutet, dass man mindestens 2 Tage länger hier sein müsste. Am besten hat mir das Mangaviertel gefallen, morgens sind die Menschen so steril und abends geht es gar nicht bunter. Genau so ist auch das Verhältnis zwischen Natur und Hochhäusern, diese starken Kontraste sind einfach faszinierend. Mit gutem Gewissen kann ich sagen, dass das Hong Kong Disneyland meine Nummer 1 bleibt. Ja, das Tokyo Disney Resort ist um einiges größer und mit dem DisneySea gibt es einen einzigartigen Park, aber es ist nicht immer alles Gold was glänzt. Alleine die Sache mit den Reservierungen hat so gestört und auch viel Magie genommen. Trotzdem ist und bleibt es ein wundervolles Resort, beidem sicher ein weiter Besuch folgen wird.

Sayonara Japan, wir sehen uns irgendwann wieder!