Folge uns nach Tokyo #2017teil1

Ich habe schon wieder Fernweh, ich will planen, buchen und Reiseführer lesen. Das Beste an einer Reise ist nicht die Reise an sich, ich finde das Drumherum viel aufregender. Ob man nun alles online bucht oder mit Hilfe eines Reisebüros, es ist spannend und man erfährt schon vor der Reise soviel über das jeweilige Land. Die Reise an sich ist dann die Trophäe, die man für seine ganzen Mühen bekommt. Ob man nur eine Teilnehmerurkunde oder einen Goldpokal, hängt von vielen Faktoren ab. Nicht falsch verstehen, jede Reise ist ein prägendes Ereignis und bildet ungemein. Zum Beispiel unsere Hong Kong Reise, diese war von A bis Z perfekt. Habt ihr sicher gelesen, ansonsten findet ihr mehr darüber hier auf meinem Blog. Unsere Tokyo Reise, naja wie soll man sagen, fing schon vor der eigentlichen Reise turbulent an und endete in einer kleinen Katastrophe. Trotzdem ist es eine Reise, welche ich jederzeit wieder machen würde, aber anders. Auf meinem Flugticket, habe ich meinen zweiten Vornamen vergessen, dies wurde aber noch ganz schnell von der Lufthansa geändert. Im Reisebüro wurde Koto und Kyoto verwechselt, also hatten wir für einen Ausflug bezahlt, der mehr als 400 Kilometer von unserem Reiseziel entfernt war. Nach langem hin und her wurde auch dieses Problem gelöst. Diese Dinge sind nur der Anfang, den Rest erzähle ich euch noch.

In Tokyo gelandet fängt der Kulturschock auch schon an, Toiletten mit gefühlten 150 Knöpfen. Einer für Musik, der andere sprüht Duft und einer sprenkelt dir den Po. Genug davon!

Wir brauchen ein Taxi und dann ab ans Hotel. Wir sind im Hotel East 21 Tokyo untergebracht, zum Hotel Klick „hier“ Werbung. Dort angekommen, sind wir erst mal begeistert, eine wunderschöne Lobby und super freundliches Personal. Doch dann der erste minus Punkt, der Außenpool hat geschlossen, dieser sei nur im Sommer geöffnet. Hallo, es ist Mai und 28 Grad warm. Grade der Pool war die letzte Überzeugung für dieses Hotel, naja ist dann halt so.

Unser Zimmer ist großartig, es ist sehr geräumig, hat einen begehbaren Kleiderschrank, ein sehr bequemes Bett, ein Sofa, zwei Schreibtische (die ich beide als Schminkstisch nutze) und ein Badezimmer mit beheizbarem Spiegel. Das Zimmer hat sogar eine Art Briefkasten und eine Klingel. Das Hotel an sich ist wirklich zu empfehlen, leider ist es nicht so zentral gelegen, wie angepriesen. Um unser Hotel ist eine kleine Passage, mit ein paar Restaurants und Geschäften aber das war es dann auch schon. Zur Metro Station, welche angeblich nur 500 Meter entfernt ist, läuft man gute 15 Minuten. Alles nicht so schlimm, aber daran merkt man mal wieder, dass Internet Bewertungen viel zu sehr beschönigt sind. Heute machen wir nicht mehr viel, wir erkundigen ein wenig die Umgebung und dann geht es auch schon ins Bett.

Lange geschlafen haben wir nicht, die Zeitumstellung hat keine Gnade mit uns. Wir müssen pünktlich sein, den es steht eine Bustour zum höchsten Berg Japans an, pünktlich sein ist hier leichter gesagt als getan. Schon die erste U-Bahn Station stellt uns vor eine Herausforderung, ihr kennt sicher die Bilder aus Galileo und co, wo es „Menschen Drücker“ gibt, die andere Menschen in die U-Bahn quetschen, damit die Türen zugehen. Kein Scheiß, es ist schlimmer als es im TV aussieht. Wir denken uns „ja, nehmen wir lieber die nächste“, nichts da, die ist genau so voll. Wir müssen da jetzt durch, mit ein bisschen Überwindung haben wir es geschafft, wir stehen in der Bahn. Das Wort stehen ist etwas übertrieben, wir sind gepresst, Angst vor Körperkontakt mit Fremden sollte man nicht haben. Nach zweimaligem umsteigen und einer kurzen Taxifahrt haben wir unseren Bus erreicht. Der erste Stop geht direkt zum höchsten befahrbaren Punkt des Mount Fuji, es ist wirklich sehr kalt und die Luft dünn. Leider ist es auch sehr wolkig, sodass man keinen Ausblick hat.

Es gibt verschiedene Souvenirläden, religiöse Gedenkstätte und Snacks. Ein Snack ist hier ganz besonders beliebt, eine Art süßes Brot, welches aussieht wie der Vulkan selbst.

Einen Ausflug zum Fuji kann ich nur empfehlen, es ist beeindruckend,  man braucht nur etwas Glück mit den Wolken.

Bevor die Tour weiter geht, sind wir zu einem traditionell japanischen Mittagessen eingeladen. Aus Sicherheitsgründen wählen wir das vegetarische Menü, man weiß ja nie. Es gibt eine Nudelsuppe, Reis und Gemüse in verschiedenen Formen.

Gut gestärkt geht es auf die Seilbahn, über die Schluchten und die heißen Schwefelquellen, bis zum Ōwakudani.

Am Ōwakudani hat man die Möglichkeit, sein Leben zu verlängern. Den wer das berühmte Kurotamago, ein in Schwefel gekochtes und deshalb schwarzes Ei, isst, der soll bis zu 7 Jahre länger leben. Ob das stimmt und wie es schmeckt, kann ich leider nicht sagen, wir können uns einfach nicht überwinden zu probieren.

Nun erwartet uns eine Bootsfahrt über den Ashli See, dieser Ausblick ist einfach grandios. Japan verzaubert, ja wir haben in den deutschsprachigen Ländern tolle Berge, Seen und schöne Landschaften, aber das hier ist einfach anders.

Der Abschluss der Tour, ist eine Fahrt mit dem berühmten Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen, zurück nach Tokyo.

Nächster Tag nächster Ausflug, eine City Tour durch Tokyo. Mit dem Bus steuern wir eine Auswahl der wichtigsten Sehenswürdigkeiten an. Solche Touren finde ich immer super interessant, man bekommt viele Informationen über Land und Mensch, welche man so alleine nicht bekommen hätte. Als erstes steuern wir den Tokyo Tower an, leider haben wir dort nur 30 Minuten Zeit und müssen wirklich durch rennen um alles zusehen. Aber den atemberaubend Ausblick, vom obersten Punkt, lassen wir uns nicht nehmen.

Wir kommen wieder, den wir müssen unbedingt in den One Piece Tower. Wer den Tokyo Tower sieht, wird als erstes an die Stadt der Liebe erinnert. Und dies täuscht nicht nur, der Eiffelturm war tatsächlich Vorbild für diesen japanischen Fernsehturm. Das Pariser Original ist sogar einige Meter kleiner, als die Kopie.

Keine Zeit, keine Zeit! Die Tour ist zeitlich straff getimed und wir machen uns auf den Weg Richtung Shibuya. Im dort gelegenen Yoyogi Park ist unser nächster Stopp, um dort den prachtvollen Meiji Schreien zu bestaunen. Solche Orte berühren mich einfach, es ist wundervoll mit anzusehen, wie die Menschen hier die Kraft aus ihrem Glauben schöpfen. Leider bleibt auch hier nicht genügend Zeit, um alles ausführlich zu erkunden.

Als nächstes gibt es zwei „Drive by“ Programmpunkte, einmal den Akasaka Palast und das Internationale Parlamentsgebäude Kokkai-gijidō. Ein kurzer Stopp für 3 oder 4 Fotos wäre natürlich schön gewesen. Hallo! Wir sind in Japan, Bilder schießen zählt hier doch als Volkssport. Nun halten wir am Kōkyo Higashi-Gyoen, den öffentlichen Garten des Kaiserpalastes. Man steht in einem Meer aus Grün, Bäume und Blumen scheinen unendlich weit zu reichen und im Hintergrund erheben sich die Hochhäuser der Stadt.

Natur und Großstadt reichen sich hier die Hand. Der Garten bietet aber nicht nur Botanik, auch zahlreiche historische Gebäude warten auf ihre Entdeckung. Leider bleibt auch hier nur wenig Zeit und wir können uns nur einen kleinen Überblick über dieses kaiserliche Anwesen machen.

Als letztes steht noch ein „Drive by“ durch den Shopping Distrikt von Ginza, auf dem Plan. Dort endet auch schon die Tour und wir erkundigen Ginza noch auf eigene Faust. Und natürlich geht es, wer hätte es gedacht, zu Nissan Crossing. Nissan Crossing ist viel mehr als nur Showroom für futuristische Autos, wir hätten dort Stunden verbringen können.

Man kann Videospiele spielen, den schönsten Skyline begutachten, neue Autos probe sitzen, sein ganzes Geld für Merchandise ausgeben oder einen Kaffee mit eigenem Bild genießen.

Wer es nicht so mit Pferdestärken hat, kann in den oberen Stockwerken die neuste Technik von Sony testen. Wenn man ein bisschen Glück hat, kann man in Ginza auch Mario, Luigi und Prinzessin Peach auf ihren Karts durch die Straßen Düsen sehen. Für uns geht es nun weiter nach Shibuya, langsam wird auch das U-Bahn fahren etwas leichter. Was aber auch viel daran liegt, dass ich mir schon in Deutschland eine U-Bahn App runter geladen habe, welche auch offline funktioniert. Man gibt sein Ziel ein und bekommt alle wichtigen Daten angezeigt, das war echt super praktisch. Vom Shibuya Bahnhof aus, hat man einen super Blick auf die berühmte Kreuzung. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen sich dadurch quetschen.

Und hier müssen wir gleich rüber, aber wer hier Bahn fahren kann, kann erst recht diese Kreuzung meistern. Die Leute filmen und fotografieren sich beim überqueren. Auf der anderen Seite angekommen, verspürt man schon ein kleines Erfolgserlebnis. An welchem Fotostopp ich nicht vorbei gehen kann, ist natürlich die Statue von Hachikō, dem wohl treusten Hund aller Zeiten. Zahlreiche Verfilmungen zeigen die Geschichte dieses außergewöhnlichen Hundes und der Liebe zu seinem Herrchen. Die Japaner lieben und ehren ihn, die Statue bekommt täglich viele Geschenke, wie Blumen und Halsbänder. Für mich als Hundefreund ein toller Moment.

Neben Hachikō steht noch ein kleines Highlight, der Hello Kitty Train. Ein umgebauter Hello Kitty U-Bahn Wagon, der als Touristen Information dient. Es ist wirklich nichts spektakuläres, aber total süß gestaltet und einfach mal toll gesehen zuhaben.

Shibuya ist ein weiterer Shopping Hotspot von Tokyo, viele große und weltweit bekannte, aber auch typisch japanische Marken Reihen sich hier aneinander. Apropos Shopping, als Tourist könnt ihr in den meisten Geschäften direkt Duty free shoppen, hierzu benötigt ihr nur euren Reisepass. Dieses Thema ist etwas komplexer und ich möchte auch keine Fehlinformationen weiter geben, deswegen informiert euch diesbezüglich noch einmal genau. Zum Beispiel müssen die Sachen solange zu bleiben, bis ihr Japan verlassen habt und es muss alles im Handgepäck transportiert werden. Auch viele Restaurants bieten für Touristen einen Rabatt an, meistens steht es groß am Eingang, aber auch Nachfragen schadet nicht. Für uns geht es nun in eine typisch japanische Spielhalle, diese sind laut, mehrstöckig und nicht vergleichbar mit den was wir Europäer kennen. Die unteren Etagen sind meistens Kinder und familienfreundlich. Viele Greifautomaten oder andere Automaten, an denen man Spielzeug und Sammlerstücke gewinnen kann. Darüber liegen die Stockwerke mit den Spielautomaten wie Autorennen, Tanz- und Trommelautomaten. Und in den oberen Räumen befinden sich dann die Glücksspielautomaten, so wie wir es von Spielotheken kennen, Achtung hier darf geraucht werden. Ganz große Spielhallen haben noch eine weitere Etage, in der sich VR Spiele befinden.

Langsam bekommen wir Durst und es zieht uns in ein Eulen Café namens Hoot Hoot. Ja Eulen! Schon vor dem Betreten muss man seine Bestellung aufgeben und entscheiden, wie lange man den bleiben mag. Wir wählen zwei Cola und 30 Minuten, das sollte für eine Pause reichen. In einem schlicht ausgerichteten Raum sitzen Eulen an jeder Ecke, manche sind ganz zahm und setzen sich sogar zu einem und wollen gekrault und geschmust werden. Ich habe zu viel Respekt vor diesen Tierchen und ein wenig machen Sie mir auch Angst. Mit jeder Minute legt sich meine Aufregung und ich kann meine Cola genießen. Die Besitzer sind total gastfreundlich und zum Abschied bekommt jeder Gast noch ein kleines Andenken geschenkt. Generell sind solche Tier Cafés sehr beliebt in Japan, es gibt sie mit Katzen, Pinguinen, Hasen, Schlangen und vielen mehr.

Nach der kleinen Pause geht es für uns direkt weiter, wir schlendern durch die Straßen Shibuyas und lassen einfach die Umgebung auf uns wirken. Roboter Shows, bunte und blinkende Reklametafel und die ebenso für Japan typischen Karaokebars buhlen um die Aufmerksamkeit der Gäste. Damen in knappen Outfits und Speisekarte in der Hand versuchen die Restaurants voll zu bekommen. Eines muss euch bewusste sein, Japan ist laut und schrill aber kann auch leise und diszipliniert sein. Bevor wir zurück zum Hotel fahren gibt es noch Abendessen, bestehend nur aus Dessert. Wenn ich raten dürfte, welcher Disneyfilm in Japan am beliebtesten ist, dann tippe ich ganz klar auf Alice im Wunderland.

Deshalb auch kaum verwunderlich, dass es das Alice’s Fantasy Restaurant gibt. Alle Gäste müssen Hasenohren tragen, die Kellner sind als Alice, Hutmacher oder Grinsekatze verkleidet, die komplette Einrichtung und das Inventar thematisiert, die Speisekarte ist in einer Uhr und die Speisen und Getränke sind alle passend zum Thema abgestimmt.

Wir bestellen uns Eis, auf mehr haben wir keine Lust, aber wir wollten hier unbedingt mal rein. Zu den Getränken bekommen wir noch ein kleines, lecker aber undefinierbarer Amuse-Gueule, selbstverständlich auch passend zum Thema.

Unser Eis schaut großartig aus, die Grinsekatze und der weiße Hase schauen aus dem Becher.

In Japan ist es üblich, dass jeder Gast ein Glas Wasser bekommt, das direkt aufgefüllt wird, sobald es leer ist. Wir trinken aus und bestellen die Rechnung, noch bevor diese kommt wird unser Wasser wieder aufgefüllt. Für uns Deutsche üblich und höflich, trinken wir erneut aus und schon wieder bekommen wir neues Wasser statt der geforderten Rechnung. Selbes Spiel noch einmal und da macht es Klick, in Japan sollte man nichts leer essen oder trinken, das gilt als unhöflich und sagt aus, dass die Portionen zu klein sind. Also diesmal einen Schluck übrig lassen und dann klappt es auch mit der Rechnung. Selbst diese ist so süß gestaltet und anbei gibt es wieder ein kleines Gastgeschenk, einen Trink Me Tee. Ach, die Japaner können solche Dinge einfach.

Guten Morgen! Heute fahren wir mal Bus, den es geht nach Kōtō. Als allererstes drehen wir eine Runde mit dem Riesenrad, schade, dass es früher Vormittag ist, den bei Dunkelheit wird dieses Rad so toll und bunt beleuchtet.

Manche Kabinen haben einen gläsernen Boden und in genau so eine möchten wir. Vom Giant Sky Wheel Daikanransha aus, hat man einen super schönen Blick. Auf der einen Seite das endlose Wasser und auf der anderen Seite Betonklötze, die von Straßenbrücken umschlungen werden. Und eines muss ich sagen, ich fühle mich in diesem Teil echt sicher!

Unten wartet mal wieder eine Spielhalle auf uns, an der wir natürlich nicht vorbeilaufen können. In Japan schließt man schnell Freundschaften, auch wenn man sich gegenseitig nicht versteht. Man lacht zusammen und hat Spaß, genau das ist uns am Schießstand passiert. Wir haben mit einem anderen Pärchen einen kleinen Wettbewerb gestartet, natürlich haben wir gewonnen. Ganz in der Nähe befindet sich Madame Tussaudes, da muss ich hin! Schon vor dem eigentlichen Museum wird man von Lady Gaga und Marilyn Monroe begrüßt und um zur Ausstellung zu gelangen, muss man mit Bruce Willis Aufzug fahren. Wirklich anders ist auch dieses Madame Tussaudes Museum nicht, alle sind irgendwie gleich und doch haben sie einen eigenen Scharm. David Beckham, Spider Man, Madonna und ein paar japanische Berühmtheiten sind ausgestellt. Für mich zählt aber nur Einer! Steve Jobs, ich bin fast so euphorisch, als wäre er lebendig neben mir.

Weiter geht es durch die anliegende Mall und dann ist der Moment auch schon da, ich besuche das erste Mal einen Disneystore in Japan! Und ich kann euch sagen, vergesst alles was ihr je gesehen habt! Es gibt keine bessere Auswahl an Disney Merchandise, als hier. Man kann es gar nicht glauben, wenn man es nicht gesehen hat. Von Haushaltswaren und ich meine nicht nur Tassen, nein nein, Spiegel und Teppiche, bis hin zur Kosmetik und Porzellandeko ist hier alles, was ein Disneyherz braucht. Und der Witz, dieser Store ist winzig, es gibt hier noch viel viel Größer, ich bin im Paradies.

Ein paar Yen ärmer schlendern wir weiter durch die Mall, sind fasziniert von den tollen Geschäften hier. Wir wollen etwas frische Luft schnappen und plötzlich sind wir nicht mehr in Japan sondern in Amerika. Die Freiheitsstatue und die Bay Bridge, reichen sich hier die Hand.

Gut die sogenannte Rainbow Bridge ist eine Hängebrücke wie jede andere, Nachts erstrahlt sie in allen Farben des Regenbogens und ist ein echtes Highlight. Aber die Freiheitsstatue steht steht tatsächlich, nicht ganz so groß wie das Original. Erinnert ihr euch noch an den Tokyo Tower? Wer europäische Bauwerke erleben will, kann dies in Tokio. Denn auch der Hauptbahnhof ist eine Kopie, um genau zu sein eine Kopie des Amsterdamer Bahnhofes. Und ja ich weiß, die Freiheitsstatue steht in New York USA, ist aber ein Geschenk der Franzosen an die Amerikaner. Also ganz klar europäisch. Am Ufer hat man auch die Möglichkeit, eine U Boot Fahrt mitzumachen, aber irgendwie habe ich Angst davor. Es wird spät und wir machen uns auf den Weg zurück zu unserem Hotel. Bevor wir gleich schlafen gehen, schlürfen wir noch Cocktails in der Hotelbar und genießen dabei einen herrlichen Blick über Tokyo.

Heute möchten wir auf den Fernsehturm Skytree, das zweithöchste Gebäude der Welt. Von hier oben hat man einen herrlichen Blick über ganz Tokyo, einfach traumhaft.

Es gibt so gar ein kleines Stück, bei dem der Boden aus Glas ist und man direkt in die Tiefe schauen kann.

Aber am aller coolsten ist das Skytree Café, mit vielen Hello Kitty Köstlichkeiten.

Mit dem Skytree Bus, welcher ein Glasdach hat, geht es weiter Richtung Asakusa.

Dort ist ein kleiner Markt mit vielen Ständen und lustigen Dingen, die keiner braucht. Der Hit, Flipflop Socken! Hinter dem Markt verbirgt sich der Asakusa-Schrein und der älteste Buddhisten Tempel Tokyos, der Sensõ-ji. Es schaut so traumhaft aus und das tolle Wetter lässt es einfach noch magischer wirken.

Als nächstes besuchen wir den Ameya Yokocho Markt, welcher früher mal ein Schwarzmarkt war.

Hier gibt es wirklich alles. Nicht nur Souvenirs für die Touristen, sondern auch Fisch, Obst, Kleidung und sogar Döner. Habe ich schon erwähnt, dass ich solche Märkte liebe? Und die Asiatischen haben einen ganz besonderen und einzigartigen Flair. Das ganze Shoppen macht hungrig und deshalb geht es nun ins Hard Rock Cafe. Ich genieße einen leckeren Cocktail und dazu ein saftiges Steak, auf den punktgenau englisch gebraten und für meinen Schatz gibt es einen Burger.

Egal wo auf dieser großen Welt, dort schmeckt es einfach immer. Noch schnell ein Shirt gekauft und schon geht’s weiter. Manga ist angesagt! Ich würde mich schon als Nerd bezeichnen und deswegen trage ich heute auch extra mein Dragon Ball Kleid, für welches ich hier sogar Komplimente gemacht bekomme. Ist ja nicht so, dass gefühlt jeder Zweite hier richtig cool gekleidet ist und deswegen nehme ich dieses Kompliment sehr ernst und freue mich wie ein wildes Pikachu. Leichtbekleidete Disney Prinzessinnen, japanische Schulmädchen und Hogwarts Schülerinnen inklusive Eulen versuchen auch hier, die Touristen in die Bars zu locken. An den Wänden ist Reklame für Sega, Nintendo und Sailer Moon und alles leuchtet richtig Bund.

Abwechselnd Reihen sich Restaurants, Spielhallen und Comic Läden aneinander. Das ist so cool hier, den hier ist es egal wie alt man ist, Hauptsache man hat Spaß. Für heute steht nur noch eine Station an, es geht Richtung Moomins Bakery & Café. Wir steigen aus der U-Bahn und laut Map sind wir genau dort, wo das Café sein soll. Keine Ahnung, scheinbar sind wir blind. Eine liebe einheimische bemerkt, dass wir Hilfe brauchen und spricht uns an. Sie ist sogar so lieb und bringt uns direkt an unser Ziel, 10 Minuten mussten wir noch laufen. Da sich das Café aber in einem riesigen Gebäudekomplex befindet, konnte die Map uns nicht richtig navigieren. Aber jetzt mal im Ernst, wo gibt es das, dass eine ältere Dame bei Dämmerung mit zwei fremden Ausländern durch die Gegend läuft? So hilfsbereite Menschen gibt es wohl nur hier!

Ich habe die Mumins als Kind geliebt und deshalb ist es ein muss, einmal dort gewesen zusein. Dieses Café ist ein Themencafé der obersten Klasse, von der Dekoration bis zu den Speisen und den Getränken ist alles stimmig, sogar das Besteck ist passend. Es gibt einige warme Speisen, Sandwiches, Desserts und erfrischende Getränke. Wir bestellen uns je ein Eis und dazu ein Getränk, es schaut alles so toll aus.

An jedem Tisch sitzt ein Mumin, klein Mü besucht abwechselnd jeden einmal.

Wir haben sogar Glück und es wird ein Geburtstag gefeiert, es rasselt und trommelt und auf japanisch erklingt ein Geburtstagsständchen. Habe ich schon erwähnt, dass ich Japan liebe. Es gibt noch einen kleinen Merchandise Shop und eine Auswahl an finnischen Leckereien zum mitnehmen.

Was wir nicht wussten, das Café befindet sich direkt im Tokyo Dome City. Einem großen Freizeitkomplex mit einem Baseballstadion, vielen Restaurants, einem Spa, mehreren Geschäften und vielem mehr. Uns interessieren am meisten die Fahrgeschäfte, eine Wasserbahn mitten in einer Mall. Ich lach mich echt schlapp, die Fahrt ist so lustig und wir nass bis zur Unterhose. Wir waren vor der Fahrt am überlegen, ob wir uns ein Regencape anziehen, haben wir natürlich nicht gemacht und nun laufen wir als wandelnde Wasserspeier rum.

Das hält uns nicht auf und wir eilen weiter, die Attraktionen haben leider nicht mehr lange geöffnet. Die Achterbahn wird aktuell leider gewartet, Mist, die hätte mich richtig gereizt, so durch das Gebäude durch, muss ein richtig tolles Gefühl sein. Wir schaffen es noch auf das Riesenrad und die Aussicht ist wirklich traumhaft, aber dieses Riesenrad macht mir Angst.

Ich habe mich selten so unsicher auf einer Attraktion gefühlt wie jetzt. Ich kann nicht mal sagen warum, aber ich habe es überlebt. Mehr Dinge schaffen wir leider nicht mehr und eigentlich ist das auch gar nicht schlimm, den ich bin froh, wenn wir gleich im Hotel sind und ins Bett fallen können.

Heute geht es noch einmal zum Tokyo Tower, den wir möchten den Tokyo One Piece Tower erkunden. Dieser kleine Indoor Themenpark bietet tolle Figuren zum Bilder machen, eine lustige Show und etliche Minispiele. Für einen One Piece Fan ist es genau das richtige, wenn auch nicht sehr günstig.

Im Shoppingmekka Sunshine City, warten auch noch einige Bekanntschaften aus unserer jungend. Pikatschu und seinen Freunden wurde das Pokémon Mega Center Tokyo gewidmet.

Ein riesiger Laden mit unvorstellbar viel Merchandise und einer richtig tollen Photoecke, bei der man selbst zum Pokémon wird. Ich könnte mich hier Stunden aufhalten und ganz ehrlich, würde ich nicht schon Disney Sachen sammeln, dann wäre ich hier ausgeartet.

Ein Stockwerk unten drunter ist Hello Kitty eingezogen, dieser Laden ist der Traum jedes 90er Girls. Ich stehe kurz vor einem Zuckerschock, so süß sind die ganzen Sachen hier.

Auf einmal wird es laut! An den „Balkonen“ stehen überall junge Leute mit Leuchtstäben in der Hand, sie klatschen und schreien. Ihr müsst euch vorstellen, das Center hat 4 Etagen und überall stehen Menschen und schauen auf das Erdgeschoss. Dort ist eine riesige Leinwand aufgebaut, so wie eine riesige Tanzmaschine und alle machen mit. Herrlich japanisch ist das, ich möchte am liebsten gar nicht mehr weg.

Herrlich japanisch ist das, ich möchte am liebsten gar nicht mehr weg. Wir schlendern durch Tokyo zu unserem letzten Programm Punkt für heute, wir genießen noch einmal den Trubel, den heute wird es das letzte Mal sein, dass wir in diesen überfüllten und schnellen Stadtteilen von Tokyo sind. Ein letztes Mal fahren wir U-Bahn zur Rush Hour und da fällt mir wieder die japanische Disziplin auf! Alle laufen im Gleichschritt, ganz laut hört man die fast schon militärischen Schritte. Unvorstellbar, dass es solch ein achtsames Verhalten in Deutschland geben wird. Wir haben unser Ziel erreicht, Alice on Wendsday.

Es ist ein kleiner Laden, ganz im Alice im Wunderland Stil. Selbst die Eingangstür ist winzig klein und man muss erst mal schrumpfen, um herein zukommen. Es ist sehr eng und es geht eine Treppe nach oben, überall sind detailreiche Malereien und Skulpturen.

Man kann niedlichen Alice Merch kaufen oder einfach die Atmosphäre genießen.Auf dem Weg zurück ins Hotel, begegnet uns noch die wohl verrückteste Dame aus Tokyo. Sie steht da mit Kinderwagen und darin befinden sich mindestens ein Dutzend Katzen. Also die Katzenfrau von den Simpsons lebt, ihr findet sie in Tokyo.

Guten Morgen! Der heutige Tag wird etwas entspannter und vor allem autolastig. Wir fahren noch einmal nach Kōtō, diesmal zum Megaweb Toyota City Showcase und der History Garage. Wer in Tokyo ist und auch nur einen kleinen Funken Spaß an Autos hat, sollte unbedingt hier vorbei schauen. Die obere Halle schaut erst mal sehr spacig aus, lange und schmale Wege mit Geländern aus Glas, alle paar Meter stehen interaktive Infotafeln und dazu passende Skizzen und Modelle. Es gibt verschiedene Spiele und Simulatoren, welche wir natürlich alle testen werden. Natürlich blamiere ich mich bei der ein oder anderen Simulatoraktion und dann zerstöre ich noch das Lenkrad einer Playstation, typisch Brina! Besonders gut gefällt mir natürlich die Deutschland Ecke. Hier findet man alles über den Nürburgring und die Teilnahme des Toyota Teams an verschiedenen Rennen, wie zum Beispiel dem berühmten 24 Stunden Rennen.

Es stehen Rennwägen aus, eine tolle chronologische Bildergalerie ziert die Wand und die Mitarbeiter schwärmen von Deutschland und deren Recaro Sitzen.

Im unteren Bereich befindet sich die Toyota Ausstellung, mit den aktuellen Modellen. Man hätte hier sogar die Möglichkeit, selbst einmal zufahren. Für Kinder auf kleinen Elektroautos und für Erwachsene eben im Lieblings Toyota. Leider gibt der deutsche Führerschein und auch der in Deutschland ausgestellte internationale Führerschein nicht in Japan und das wäre Voraussetzung, um eine Runde zudrehen. Clever aufgebaut, um in die History Garage zugelangen, muss man erst durch ein riesiges Einkaufszentrum. Venus Fort ist eine super schöne Mall, der stil lehnt an Venedig und man fühlt sich tatsächlich, als würde man Italien bei Nacht besichtigen.

Der dritte Stock ist ein Outlet, mit mehr als 50 Marken, im zweiten Stock findet man alles, was das Fashionherz höher schlagen lässt. Aber der erste Stock hat es in sich und ist mein persönlicher Favorit, hier dreht sich alles um die Familie und für Japaner sind das Kinder, Hunde und Katzen. Hier ist das Hundemama Shopping Paradies. Leinen, Spielzeug und Bettchen in allen Farben und Formen. Sehr lustig ist auch der Hundespielplatz, Herrchen und Frauchen genehmigen sich einen Kaffee und die Vierbeiner tollen herum. Nicht ganz so toll sind die Zoohandlungen, ein Glaskasten neben dem anderen, die Tierischen bellen und haben kaum Platz. Und dann geschieht es schon, liebe auf den ersten Blick. Ein kleiner, brauner Welpe bellt und bellt, ich laufe an ihm vorbei und er wird ganz leise. Er schaut mir in die Augen und kann gar nicht mehr von mir los lassen, seine Augen verfolgen mich im ganzen Laden und er ist immer noch leise. Ich würde ihn so gerne retten, leider unmöglich, schweren Herzens muss ich diesen kleinen Wuschel zurücklassen. Wir haben die History Garage erreicht, besser gesagt, als erstes den dazu gehörigen Shop und hier gibt es tatsächlich echt deutsche Kennzeichen zukaufen, ich weiß was ich in Zukunft mit meinen alten Kennzeichen anstelle!

In der Ausstellung, selbst findet man jede erdenkliche Automarke. Vom alten Nissan Skyline, bis zum VW Käfer und ein Messerschmitt.
Sogar ein deutscher Autozubehörladen ist nach gestellt und bis ins kleinste Detail hin gestaltet. Wir könnten hier noch Stunden verbringen und Fotos machen. Noch eine aller letzte Sachen schauen wir uns an und es ist vielleicht auch nicht das, was man sich normalerweise im Urlaub anschaut, aber wir gehen in einen Autozubehörladen, dem Super Autobacs. Ein bisschen vergleichbar wie unser ATU nur größer und besser. Es gibt hier die normalen Dinge wie Getränkehalter und Motoröl, aber auch ganze Auspuffanlagen und Felgen namhafter und sündhaft teurer Hersteller. Wir bummeln hier gute 2 Stunden und gefühlt haben wir gar nicht alles sehen können. Auf dem Parkplatz stehen ein paar Auto Liebhaber und Tuningfreunde und so kommt man auch hier ins Gespräch. Wir sind begeistert, dass hier alle Umbauten erlaubt sind und die Japaner feiern unsere unbegrenzte Autobahn. Einer erzählt uns, dass viele Japaner nach Deutschland reisen um einmal die Autobahn und den Nürburgring zu meistern. Er hat sogar den Nürburgring Aufkleber auf seinem Martini Porsche, er sei die Strecke schließlich ohne Probleme gefahren, allerdings mit einem anderen Auto.Ich will nur noch ins Bett, den morgen beginnt der nächste Teil unserer Reise.

Es ist 8:00 Uhr am Morgen, wir stehen mit unseren Koffern vorm Hotel und warten auf den Shuttlebus…